Sibirski Punk

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Sibirski Punk handelt von einer ganz besonderen Reise durch Sibirien und ist mein erstes Buch.
Erschienen ist es im Kiepenheuer Verlag, der zur Aufbau-Verlagsgruppe gehört - wo es auch auf der Website zu finden ist: www.aufbau-verlag.de

Zum Inhalt:

Auszüge aus dem Katalogtext der Verlagsbroschüre:

Schamanen und Punks, Atomforscher und Nachtklubbesitzer – das ist das Personal dieses Roadmovies aus dem wilden Osten.
Eine junge Frau macht sich an einem Sommermorgen zu einer Reise auf: Von Hamburg über Novosibirsk bis hinter den Baikalsee, 20.000 Kilometer durch Steppen, Gebirge und Taiga, auf den Spuren des russischen Rock’n Roll.
Rock’n Roll ist Chaos, ist Weltschmerz und plötzlich aufbrechende Energie – genau das Lebensgefühl, das sie in Deutschland vergeblich gesucht hat. Aber das - wenn man Tolstoi und Tschechow Glauben schenken soll - in Russland zum Alltag gehört. In Russland, genauer gesagt in Sibirien, dem am wenigsten westlich geprägten Teil dieses Riesenlandes. Nur nennt man es dort ein bisschen anders: Russkaja duschá. Die Russische Seele.
Ist die Russische Seele für den Osten also nichts anderes ist als der Rock’n Roll für den Westen? Liegen die wahren Wurzeln des Rock’n Roll in Sibirien? Und ist diese Suche am Ende gar die Suche einer jeden Generation, die sich inmitten der schlechtesten aller Welten zu einem besseren Leben bekennt?

Genau diese Fragen versucht „Sibirski Punk“ zu beantworten. Dieses Buch erzählt von einem heißen, trunkenen Sommer mit Grigori und Natalja, die die Autorin mit dem sibirischen Lebensgefühl vertraut machen. Und vom rauen Beat eines Landes, in dem sich der Kapitalismus ungestüm in den Alltag drängt.
Grigori ist Direktor des Atomforschungsinstitutes der Wissenschaftlerstadt Akademgorodok und stellt seine Datscha und seinen Chauffeur zur Verfügung. Natalja arbeitet als Buddhismusforscherin im ostsibirischen Ulan-Ude und hilft mit praktischen und spirituellen Ratschlägen. Die beiden machen sie bekannt mit Nachbarn, Kollegen und Freunden, deren Lebensläufe zu verworren sind, um sie in der Tagesschau zu präsentieren - Menschen wie Swetlana, eine Schamanin, die den ersten Frauenautoclub Russlands gegründet hat oder Pjotr, der Manager der ostsibirischen Punkband „Orgasmus Nostradamus“, die aus Kriegsdienstverweigerern und Fahnenflüchtigen besteht.
Sie leben in hektischen Industriestädten wie Novosibirsk, Irkutsk und Ulan-Ude. Oder mitten in der Wildnis, am Ufer des Baikalsees, im Altaigebirge und der Steppe. Sie trinken (zu) viel, singen melancholische Balladen zur Gitarre und zeigen, was es mit dem Russischen Rock’n Roll auf sich hat. Mit ihnen teilt die Autorin Alltag und Träume, feiert wilde Partys am Baikal und lernt, wie man russischen Männern ein Liebeslied singt.
Je mehr sie dabei die Russische Seele kennen lernt, desto mehr Zugang findet sie zu ihrer eigenen Geschichte. So springt die Erzählung zwischen den Welten: der westlich-rationalen und der östlich-intuitiven. Sie erklärt die historischen Einflüsse, die das russische und das westeuropäische Denken geprägt haben, und macht dadurch Gefühle und Handlungsweisen der Hauptpersonen nachvollziehbar. Trotzdem bewegt sich das Buch nicht in dem üblichen Themenspektrum zwischen Wirtschaftsproblemen und Demokratiedefiziten, das sonst häufig in Russland-Büchern zu finden ist.



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